FAQ – Häufige Fragen zu Medientraining, Interviewtraining und Krisenkommunikation

Ein gutes Medientraining beginnt für mich nicht bei der Krawatte, der Kameraposition oder der Frage, wohin Sie Ihre Hände legen sollen. Es beginnt beim Inhalt.

Was wollen Sie sagen? Was davon versteht ein Mensch außerhalb Ihrer eigenen Fachwelt? Wo werden Journalisten nachfragen? Wo lauern Missverständnisse? Und was passiert, wenn das Interview plötzlich eine Richtung nimmt, die Ihnen nicht gefällt?

Seit mehr als 25 Jahren bereite ich Führungskräfte, Vorstände, Geschäftsführer, Pressesprecher und andere Menschen mit öffentlicher Verantwortung auf genau solche Situationen vor. Als Journalist kenne ich die Medienseite, aus meiner Zeit als Geschäftsführer einer PR-Agentur und aus der Krisenkommunikation kenne ich auch die Unternehmensseite.

Hier beantworte ich die Fragen, die mir zum Thema Medientraining, Interviewtraining und Krisenkommunikation besonders häufig begegnen.

Was ist ein Medientraining?

Ein Medientraining bereitet Sie darauf vor, professionell mit Journalisten, Interviews, Kameras, Mikrofonen und öffentlicher Kommunikation umzugehen.

Dabei geht es um weit mehr als Körpersprache oder Fernsehauftritte. Ein gutes Medientraining beschäftigt sich zunächst mit dem Inhalt: Was ist Ihre Botschaft? Wie erklären Sie einen komplizierten Sachverhalt verständlich? Welche kritischen Fragen müssen Sie erwarten? Und wie reagieren Sie, wenn ein Journalist genau dort nachhakt, wo Sie lieber nicht vertiefen würden?

Trainiert werden beispielsweise Presseinterviews, TV- und Radiointerviews, Statements, Pressekonferenzen, Onlineformate und zunehmend auch Bewegtbild für Social Media.

Kurz gesagt: Sie lernen nicht, ein Interview zu überstehen. Sie lernen, es professionell zu führen.

Für wen eignet sich ein Medientraining?

Medientraining eignet sich für alle Menschen, die ein Unternehmen, eine Organisation oder eine Institution nach außen vertreten.

Dazu gehören insbesondere Vorstände, Geschäftsführer, Führungskräfte, Unternehmer, Pressesprecher, Kommunikationsverantwortliche, Politiker und Fachleute, die öffentlich zu ihrem Thema Stellung nehmen.

Besonders sinnvoll ist ein Training auch für Menschen, die nur selten Interviews geben. Denn Routine entsteht nicht dadurch, dass man alle drei Jahre einmal vor einer Kamera steht.

Wer für ein Unternehmen spricht, wird öffentlich schnell mit dem Unternehmen gleichgesetzt. Das macht professionelle Vorbereitung nicht zu einer Frage der Eitelkeit, sondern der Verantwortung.

Warum ist ein Medientraining sinnvoll und was bringt es?

Ein professionelles Medientraining schafft Sicherheit, erhöht die Reaktionsfähigkeit und reduziert das Risiko kommunikativer Fehler.

Wer unvorbereitet in ein wichtiges Interview geht, überlässt viel dem Zufall. Missverständnisse, ungewollte Schlagzeilen oder Aussagen, die aus dem Zusammenhang heraus eine unerfreuliche Eigendynamik entwickeln, sind dann keine theoretischen Risiken.

Sie lernen im Training, Ihre Aussagen klarer zu formulieren, kritische Fragen frühzeitig zu erkennen und auch unter Druck kontrolliert zu reagieren.

Der Nutzen reicht meistens über Medienauftritte hinaus. Wer gelernt hat, komplizierte Themen verständlich zu erklären, präzise zu antworten und auch bei Widerstand ruhig zu bleiben, profitiert davon ebenfalls in Führungssituationen, Verhandlungen, Präsentationen oder schwierigen Gesprächen.

Ein Medientraining ist deshalb häufig mehr als ein Training für Medien.

Was lernt man in einem Medientraining?

Sie lernen unter anderem:

  • klare und verständliche Kernbotschaften zu formulieren
  • komplexe Sachverhalte mediengerecht zu erklären
  • kritische und konfrontative Fragen zu beantworten
  • journalistische Fragetechniken zu erkennen
  • typische Interviewfehler zu vermeiden
  • mit Unterstellungen und falschen Voraussetzungen umzugehen
  • auch unter Zeitdruck strukturiert zu antworten
  • Körpersprache, Stimme und Sprechweise bewusst einzusetzen
  • vor Kamera und Mikrofon glaubwürdig aufzutreten
  • Unterschiede zwischen Print-, Radio-, TV- und Onlineinterviews zu berücksichtigen
  • Interviews und Statements strategisch vorzubereiten
  • in Krisensituationen kontrolliert zu kommunizieren

Entscheidend ist für mich dabei die Reihenfolge: Inhalt zuerst. Die beste Körpersprache rettet keine schlechte Antwort.

Was ist ein Executive Medientraining?

Ein Executive Medientraining richtet sich speziell an Vorstände, Geschäftsführer und Führungskräfte mit hoher öffentlicher Verantwortung.

Hier geht es selten um allgemeine Übungen nach Lehrbuch. Ausgangspunkt sind vielmehr die tatsächliche Position des Teilnehmers, sein Unternehmen, die Branche und konkrete kommunikative Risiken.

Trainiert werden beispielsweise Interviews zu Geschäftszahlen, strategischen Entscheidungen, Restrukturierungen, Personalfragen, Krisen oder gesellschaftspolitischen Themen.

Je höher die Funktion, desto häufiger wird jedes Wort gewogen. Gleichzeitig haben Führungskräfte meist wenig Zeit für theoretische Seminare. Deshalb arbeite ich im Executive Coaching sehr individuell, direkt und praxisorientiert.

Und selbstverständlich vertraulich.

Gibt es Medientraining speziell für Vorstände und Geschäftsführer?

Ja. Das Training von Vorständen, Geschäftsführern und Führungskräften gehört seit vielen Jahren zu meinen Arbeitsschwerpunkten.

Auf dieser Ebene geht es meistens weniger um grundlegende Präsentationstechniken als um anspruchsvolle inhaltliche Situationen: kritische Interviews, strategische Unternehmensentscheidungen, Krisen, Veränderungen oder öffentlich erklärungsbedürftige Entscheidungen.

Ein Vorstand braucht kein Schauspieltraining.

Er braucht Klarheit darüber, was er sagen will, was er sagen kann, welche Fragen kommen können und wie er damit umgeht.

Wie läuft ein individuelles Medientraining ab?

Am Anfang steht ein Briefing. Ich möchte wissen, wer trainiert wird, welche Funktion die Person hat, welche Themen relevant sind und welche Situationen vorbereitet werden sollen.

Danach entwickle ich Interviews und Übungen, die möglichst nah an der Realität liegen.

Im Training wechseln sich kurze inhaltliche Einheiten, Interviewsimulationen und unmittelbares Feedback ab. Je nach Aufgabenstellung arbeiten wir mit Kamera oder Mikrofon.

Wichtig ist mir, nicht nur das perfekte Interview vorhersehbar einzustudieren. Das wäre bequem, hilft Ihnen aber wenig.

Deshalb entstehen bewusst auch Situationen, auf die Sie sich nicht vollständig vorbereiten können. Genau dort wird Training interessant.

Was ist ein Interviewtraining?

Ein Interviewtraining ist eine besonders praxisnahe Form des Medientrainings.

Dabei simulieren wir konkrete journalistische Gesprächssituationen: Zeitungsinterviews, Radiointerviews, TV-Interviews, Live-Situationen, Statements oder konfrontative Gespräche.

Sie erleben unmittelbar, welche Antworten funktionieren, wo Sie zu lang werden, wann eine Formulierung eine unerwünschte Nachfrage provoziert und an welcher Stelle Ihre eigentliche Botschaft verloren geht.

Papier ist geduldig. Ein Journalist ist es nicht immer.

Deshalb reicht es nicht, mögliche Antworten aufzuschreiben. Sie müssen sie aussprechen und mit Reaktionen umgehen können.

Kann man den Umgang mit kritischen Interviewfragen trainieren?

Ja. Genau das sollte ein gutes Medientraining leisten.

Kritische Fragen sind kein Betriebsunfall des Journalismus. Sie gehören dazu.

Ich halte wenig von der Methode, eine unangenehme Frage einfach zu ignorieren und stattdessen einen zuvor einstudierten Satz aufzusagen. Zuschauer merken sehr schnell, wenn jemand nicht antwortet.

Mein Grundsatz lautet deshalb:

Wer ANTWORTET, führt.

Das bedeutet nicht, dass Sie jede Prämisse eines Journalisten akzeptieren müssen. Sie können falsche Voraussetzungen korrigieren, Unterstellungen zurückweisen und anschließend Ihre eigene Position erläutern.

Aber Sie sollten erkennbar mit der Frage umgehen.

Wie gehe ich auf Fragen ein und formuliere überzeugende Antworten?

Zunächst: zuhören.

Viele schlechte Antworten entstehen, weil jemand schon während der Frage darüber nachdenkt, welchen vorbereiteten Satz er jetzt möglichst schnell unterbringen könnte.

Eine überzeugende Antwort braucht eine klare Kernaussage. Sie sollte verständlich, möglichst konkret und nicht länger sein als nötig.

Fachsprache ist sinnvoll, solange Ihre Zielgruppe sie versteht. Ansonsten ist sie häufig nur eine elegante Methode, Verständlichkeit zu verhindern.

Wichtig ist außerdem, zwischen der Frage und der Behauptung innerhalb einer Frage zu unterscheiden. Nicht alles, was in einem Fragesatz steckt, ist automatisch richtig.

Gute Interviewführung bedeutet deshalb nicht, sich führen zu lassen.

Wie bereite ich mich auf ein Interview vor?

Beim TV-Interview wirken Inhalt, Stimme, Gesichtsausdruck und Körpersprache gleichzeitig.

Deshalb trainieren wir neben den Antworten auch Blickkontakt, Haltung, Gestik, Sprechgeschwindigkeit und Pausen.

Trotzdem gilt auch hier: Inhalt vor Optik.

Sie können perfekt sitzen, tadellos gekleidet sein und professionell in die Kamera schauen. Wenn Ihre Antwort unverständlich oder unglaubwürdig ist, war die Vorbereitung trotzdem nicht gut.

Hinzu kommt der Zeitfaktor. Im Fernsehen müssen Antworten häufig deutlich kürzer sein als in einem Hintergrundgespräch.

Kürze entsteht allerdings nicht dadurch, schneller zu sprechen. Sie entsteht durch bessere Vorbereitung.

Wie verhalte ich mich vor der Kamera?

Bleiben Sie möglichst natürlich.

Eine Kamera verlangt keine neue Persönlichkeit von Ihnen.

Eine stabile Haltung, ruhige Bewegungen, angemessener Blickkontakt und eine klare Stimme unterstützen Ihre Wirkung. Hektische Gestik oder ständiges Wippen vermitteln dagegen schnell Unruhe.

Pausen dürfen sein. Füllwörter übrigens auch. Sprache ohne ein einziges Füllwort klingt schnell künstlich.

Entscheidend ist, dass Ihre zentralen Aussagen nicht im sprachlichen Nebel verschwinden.

Und falls Sie nervös sind: Das ist zunächst normal. Die Aufgabe eines Trainings besteht nicht darin, Nervosität per Zaubertrick verschwinden zu lassen, sondern Ihnen genügend Sicherheit zu geben, damit Sie trotzdem professionell handeln können.

Wie bleibe ich bei kritischen Fragen gelassen und souverän?

Souveränität entsteht vor allem durch Vorbereitung und Übung.

Wenn Sie wissen, welche kritischen Themen existieren und welche Position Sie vertreten, reduziert das erheblich den Druck.

Im Interview sollten Sie sich außerdem erlauben, kurz nachzudenken. Eine Pause von zwei Sekunden fühlt sich für den Befragten manchmal wie eine halbe Ewigkeit an. Für den Zuschauer sind es trotzdem nur zwei Sekunden.

Wer sich bedrängt fühlt, beginnt häufig schneller zu sprechen. Das macht die Situation selten besser.

Ruhe ist deshalb kein Persönlichkeitsmerkmal, das man entweder besitzt oder nicht besitzt. Sie lässt sich trainieren.

Wie reagiere ich, wenn im Interview etwas Unerwartetes passiert?

Zunächst möglichst nicht reflexartig.

Eine unerwartete Frage, eine technische Panne oder eine überraschende Situation erzeugt schnell inneren Druck. Gerade dann lohnt es sich, kurz zu sortieren.

Nicht jede ungewöhnliche Situation ist automatisch eine Krise.

Manchmal hilft eine sachliche Erklärung, manchmal eine Pause, manchmal sogar Humor. Hier sind wir allerdings sparsam – damit das Thema nicht abgewertet wird.

Wichtig ist, nicht hektisch zu werden und nicht ausschließlich deshalb zu antworten, weil die Stille unangenehm erscheint.

Für solche Situationen habe ich unter anderem Techniken wie die PENTA-Formel® entwickelt.

Denn Ärger darf vorhanden sein. Er muss nur nicht unbedingt live übertragen werden.

Wie bereite ich mich auf einen öffentlichen Auftritt vor?

So ernsthaft wie auf ein wichtiges Gespräch mit einem Kunden, einer Bank oder einem Investor.

Definieren Sie zunächst, was Ihr Publikum am Ende verstanden haben soll. Strukturieren Sie Ihre Inhalte und reduzieren Sie Fachsprache dort, wo sie eher abgrenzt als erklärt.

Trainieren Sie Stimme, Pausen, Blickkontakt und Körpersprache. Vor allem aber: Bereiten Sie sich auf Nachfragen vor.

Auch wenn Fragen vorher abgesprochen wurden, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass ausschließlich diese Fragen gestellt werden.

Mein Grundsatz gilt deshalb auch hier:

Wer ANTWORTET, führt.

Was ist der Unterschied zwischen Medientraining und Präsentationstraining?

Bei einer Präsentation bestimmen Sie normalerweise selbst, was als Nächstes passiert.

Sie kennen Ihre Folien, Ihre Dramaturgie und Ihr Ziel.

In einem Interview entscheidet dagegen zunächst ein anderer Mensch, welche Frage als Nächstes gestellt wird. Er darf nachhaken, das Thema wechseln, Aussagen infrage stellen oder einen Punkt zuspitzen.

Deshalb benötigt ein Interview andere Fähigkeiten als eine Präsentation.

Präsentationstraining verbessert vor allem Ihren eigenen Auftritt. Medientraining trainiert zusätzlich Ihre Reaktion auf einen Gesprächspartner, dessen Interessen nicht zwingend mit Ihren übereinstimmen.

Was ist der Unterschied zwischen Medientraining und Kommunikationstraining?

Medientraining konzentriert sich auf Kommunikation mit Journalisten und Öffentlichkeit.

Kommunikationstraining ist breiter. Hier können beispielsweise Führungsgespräche, schwierige Gespräche, Verhandlungen, Podiumsdiskussionen, öffentliche Auftritte oder andere berufliche Kommunikationssituationen trainiert werden.

In der Praxis überschneiden sich beide Bereiche.

Wer lernt, verständlich zu formulieren, zuzuhören, auf Widerstand zu reagieren und trotzdem seine Aussage zu transportieren, wird davon nicht nur vor einer Kamera profitieren.

Was gehört zu einem Medientraining für Unternehmen?

Ein Medientraining für Unternehmen sollte sich an den tatsächlichen Kommunikationssituationen des Unternehmens orientieren.

Das können beispielsweise sein:

  • Interviews von Vorständen und Geschäftsführern
  • Vorbereitung von Pressesprechern
  • Training von Führungskräften und Fachleuten
  • Pressekonferenzen
  • TV- und Radiointerviews
  • Statements
  • Unternehmensbotschaften
  • Kommunikation bei Restrukturierungen
  • kritische Presseanfragen
  • Krisenkommunikation
  • Social-Media- und Bewegtbildformate

Dabei geht es mir nicht darum, allen Beteiligten dieselben Sätze auswendig beizubringen.

Ein Unternehmen braucht konsistente Kommunikation. Aber Menschen sollten dennoch wie Menschen klingen.

Kann ein Medientraining als Einzelcoaching stattfinden?

Ja. Gerade bei Vorständen, Geschäftsführern und anderen Führungskräften ist Einzelcoaching häufig das sinnvollste Format.

Hier können wir sehr konkret an individuellen Kommunikationsmustern, bevorstehenden Interviews und vertraulichen Unternehmensthemen arbeiten.

Ein weiterer Vorteil: Wir verlieren keine Zeit mit Inhalten, die für den Teilnehmer irrelevant sind.

Das Training richtet sich nach dem Menschen und seiner Aufgabe – nicht umgekehrt.

Sind Medientrainings auch für Gruppen möglich?

Ja.

Gruppentrainings eignen sich beispielsweise für Führungsteams, Pressestellen oder Fachleute, die künftig als Ansprechpartner für Medien auftreten sollen.

Wichtig ist mir dabei, dass jeder Teilnehmer ausreichend praktische Übungszeit erhält.

Ein Medientraining wird nicht dadurch praktischer, dass zwölf Menschen einem einzigen Interview zuschauen.

Je intensiver das Training sein soll, desto kleiner sollte deshalb in der Regel die Gruppe sein.

Werden Interviews im Medientraining mit Kamera aufgezeichnet?

Ja, wenn es für das Trainingsziel sinnvoll ist.

Videoaufzeichnungen sind äußerst hilfreich, weil Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung mitunter erstaunlich unterschiedliche Verwandte sind.

Wir können dadurch sehr konkret analysieren, wie Aussagen wirken, wo Körpersprache unterstützt oder widerspricht und welche sprachlichen Gewohnheiten auffallen.

Dabei geht es nicht darum, Teilnehmer vorzuführen.

Das Video ist ein Werkzeug. Kein Tribunal.

Welche Rolle spielen Körpersprache und Stimme im Medientraining?

Eine wichtige – aber nicht die wichtigste.

Haltung, Mimik, Gestik, Stimme, Sprechgeschwindigkeit und Pausen beeinflussen die Wahrnehmung einer Aussage erheblich.

Trotzdem halte ich wenig von Medientrainings, die sich überwiegend mit der Position der Hände, der Farbe der Krawatte oder technischen Fernsehdetails beschäftigen.

Wer inhaltlich nichts Verständliches sagt, wird durch eine optimierte Handhaltung nicht überzeugender.

Körpersprache sollte den Inhalt unterstützen. Sie kann ihn nicht ersetzen.

Wie wird man Medientrainer?

„Medientrainer“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung.

Theoretisch kann sich deshalb nahezu jeder so nennen.

Sinnvoll ist aus meiner Sicht eine fundierte berufliche Basis: journalistische Erfahrung, Kenntnisse der Unternehmenskommunikation, praktische Interviewerfahrung, rhetorische und didaktische Kompetenz sowie Verständnis für Krisenkommunikation.

Es gibt Zertifikatskurse, mit denen man sich nach einigen Wochenenden Medientrainer nennen kann.

Das Zertifikat sagt zunächst vor allem, dass ein Zertifikat ausgestellt wurde.

Für mich stellt sich eine andere Frage: Hat der Trainer selbst erlebt, wie Redaktionen arbeiten? Hat er Interviews geführt? Kennt er Unternehmenskommunikation? Hat er Menschen in echten schwierigen Situationen begleitet?

Erfahrung lässt sich nicht vollständig zertifizieren.

Woran erkenne ich einen guten Medientrainer?

Schauen Sie auf die berufliche Praxis.

Hat der Trainer selbst journalistisch gearbeitet? Hat er Interviews geführt und nicht nur analysiert? Kennt er Unternehmen von innen? Hat er Erfahrung mit Führungskräften und Krisensituationen?

Achten Sie außerdem darauf, ob Medientraining tatsächlich ein Arbeitsschwerpunkt ist oder lediglich einer von sehr vielen Punkten im Seminarkatalog.

Entscheidend ist auch die Haltung.

Ein guter Medientrainer sollte Ihnen nicht beibringen, Fragen konsequent zu ignorieren. Er sollte Ihnen zeigen, wie Sie schwierige Fragen beantworten können, ohne die Kontrolle über Ihre Kommunikation zu verlieren.

Und er sollte in der Lage sein, Sie zu fordern.

Ein Medientrainer, der immer nur angenehm ist, kann im Ernstfall ausgesprochen unangenehme Folgen haben.

Warum ist journalistische Erfahrung für einen Medientrainer wichtig?

Weil Journalisten anders auf Interviews schauen als Kommunikationstrainer.

Wer selbst in Redaktionen gearbeitet und Interviews geführt hat, erkennt häufig schneller, welche Aussage eine Nachfrage provoziert, welcher Begriff eine Geschichte verändert und an welcher Stelle eine Antwort journalistisch interessant wird.

Ich habe selbst viele Jahre für Hörfunk, Fernsehen, Print- und Onlinemedien gearbeitet.

Diese Erfahrung fließt unmittelbar in meine Trainings ein.

Ich möchte nicht nur erklären, wie Sie wirken. Ich möchte Ihnen zeigen, was auf der anderen Seite des Tisches passiert.

Wer ist Tom Buschardt?

Tom Buschardt ist Journalist, Medientrainer, Kommunikationstrainer, Medienberater und Autor.

Ich arbeite seit mehr als 20 Jahren als Coach und Medientrainer. Zuvor und parallel war ich unter anderem für Hörfunk, Fernsehen, Online- und Printmedien tätig und insgesamt viele Jahre geschäftsführender Gesellschafter eines journalistischen Dienstleisters sowie einer PR-Agentur.

Ich war 15 Jahre als Redakteur und Moderator in politischen Sendungen des ARD-Hörfunks tätig und arbeitete unter anderem für WDR, RTL, Deutsche Welle sowie verschiedene private Radiosender.

2004 entwickelte ich im Auftrag der Deutschen Welle Akademie das Medientraining an der Diplomatenschule des Auswärtigen Amtes. Dort war ich insgesamt 15 Jahre als Coach tätig.

Außerdem lehrte ich unter anderem an der RTL-Journalistenschule sowie an Hochschulen.

Aus meiner Arbeit sind eigene Kommunikationsmethoden wie die VIP-Technik®, die 3D-Rhetorik®, die PENTA-Formel® und das selbstlernende Statement® entstanden.

Entscheidend ist aber weniger, was auf meinem Lebenslauf steht.

Entscheidend ist, ob Ihnen diese Erfahrung in Ihrem nächsten schwierigen Gespräch hilft.

Mit welchen Unternehmen und Organisationen hat Tom Buschardt gearbeitet?

In meinen Trainings und Beratungen habe ich mit Teilnehmern aus sehr unterschiedlichen Unternehmen, Institutionen, Verbänden und Behörden gearbeitet.

Dazu gehören große Konzerne, mittelständische Unternehmen, Bundes- und Landesinstitutionen, internationale Organisationen, Parteien, Hochschulen und Verbände.

Auf meiner Referenzseite finden Sie eine umfangreiche Teilnehmerübersicht, unter anderem aus den Bereichen Automobil, Energie, Chemie, Pharma, Finanzwirtschaft, Telekommunikation, Logistik, Konsumgüter und öffentliche Verwaltung.

Wichtig ist die genaue Formulierung: Die dort genannten Unternehmen sind eine Teilnehmerübersicht und nicht automatisch eine direkte Kundenliste. Einige Trainings wurden im Auftrag von Agenturen oder anderen Dienstleistern durchgeführt.

Transparenz gehört für mich auch zur Kommunikation.

Was ist Krisenkommunikation?

Krisenkommunikation umfasst die interne und externe Kommunikation eines Unternehmens oder einer Organisation in einer kritischen Situation.

Dazu gehören klare Verantwortlichkeiten, schnelle Informationswege, Kernbotschaften, Statements, Medienarbeit, interne Kommunikation und die Vorbereitung der relevanten Personen.

Eine Krise muss übrigens kein Skandal sein.

Produktprobleme, Personalentscheidungen, Lieferengpässe, politische Entwicklungen, Unfälle, Fehlverhalten einzelner Mitarbeiter oder wirtschaftliche Schwierigkeiten können ebenso erheblichen Kommunikationsbedarf auslösen.

Gute Krisenkommunikation beginnt deshalb idealerweise vor der Krise.

Kann man Krisenkommunikation trainieren?

Ja – und man sollte es tun, bevor man sie benötigt.

Krisensituationen lassen sich realistisch simulieren. Dazu gehören beispielsweise kritische Presseanfragen, Interviews, interne Abstimmungen, Statements und sich verändernde Informationslagen.

Eine Simulation zeigt sehr schnell, ob Zuständigkeiten tatsächlich funktionieren oder nur auf einem Organigramm gut aussehen.

Das ist der entscheidende Vorteil:

Fehler im Training sind Lernchancen.

Fehler in einer realen Krise erscheinen möglicherweise am nächsten Morgen in der Zeitung.

Was ist ein Krisenkommunikationstraining für Führungskräfte?

Ein Krisenkommunikationstraining für Führungskräfte bereitet diejenigen vor, die in einer Krise Entscheidungen treffen, erklären und öffentlich vertreten müssen.

Dabei trainieren wir beispielsweise Statements, kritische Interviews und schwierige Fragen.

Besonders wichtig ist die Verbindung zwischen Managemententscheidung und Kommunikation.

Eine sachlich richtige Entscheidung erklärt sich nicht automatisch selbst. Und eine schlecht erklärte Entscheidung kann erheblichen Reputationsschaden verursachen.

Mitunter wird der kommunikative Schaden sogar größer als der ursprüngliche Krisenanlass.

Unterstützt Tom Buschardt Unternehmen auch bei konkreter Krisenkommunikation?

Ja.

Ich unterstütze Unternehmen nicht nur durch Medientrainings, sondern projektbezogen auch bei präventiver und aktiver Krisenkommunikation.

Dazu gehören beispielsweise die Vorbereitung auf mögliche Krisenszenarien, die Aufarbeitung vergangener Krisen, Kommunikationskonzepte, Simulationen und Krisenkommunikationshandbücher.

Dabei arbeite ich selbstverständlich vertraulich.

Gerade bei Krisenkommunikation ist Vertraulichkeit keine zusätzliche Dienstleistung, sondern Voraussetzung.

Kann ein Medientraining kurzfristig vor einem wichtigen Interview stattfinden?

Grundsätzlich ja, sofern terminlich die Möglichkeit besteht.

Wenn ein konkretes Presse-, Radio- oder TV-Interview unmittelbar bevorsteht, kann ein kompaktes Einzelcoaching sehr gezielt auf das Thema, mögliche Fragen und die zentralen Aussagen ausgerichtet werden.

Das funktioniert.

Besser ist trotzdem, Medienkompetenz aufzubauen, bevor das Telefon klingelt.

Feuerwehrtraining ist schließlich auch überzeugender, wenn das Haus noch nicht brennt.

Bietet Tom Buschardt Medientraining in Köln und Nordrhein-Westfalen an?

Ja.

Mein Standort ist Pulheim bei Köln. Entsprechend arbeite ich regelmäßig in Köln, im Rheinland und in Nordrhein-Westfalen.

Trainings können je nach Aufgabenstellung bei Ihnen im Unternehmen oder an einem geeigneten Trainingsort stattfinden.

Der Standort Köln bedeutet allerdings nicht, dass meine Arbeit an der Landesgrenze endet.

Ist Medientraining mit Tom Buschardt deutschlandweit möglich?

Ja.

Ich arbeite deutschlandweit und bei entsprechender Aufgabenstellung auch international.

Gerade Executive Coachings und unternehmensspezifische Medientrainings finden häufig direkt beim Auftraggeber statt.

Der Trainingsort richtet sich deshalb nach der Aufgabe – nicht die Aufgabe nach dem Trainingsort.

Was kostet ein Medientraining?

Darauf gibt es ungefähr dieselbe seriöse Antwort wie auf die Frage: „Was kostet ein Auto?“

Es kommt darauf an, was Sie benötigen.

Der Preis hängt unter anderem von Trainingsziel, Vorbereitung, Dauer, Teilnehmerzahl, Ort und gewünschtem Umfang ab.

Ein Einzelcoaching für einen Vorstand vor einem konkreten Interview benötigt eine andere Vorbereitung als ein Gruppentraining für mehrere Führungskräfte.

Deshalb erstelle ich auf Basis eines kurzen Briefings ein individuelles Angebot.

Und noch etwas: Das teuerste Medientraining ist nicht automatisch das mit dem höchsten Tagessatz.

Wirklich teuer wird ein Training, wenn es Ihnen nichts bringt – und das merken Sie möglicherweise erst beim nächsten wichtigen Interview.

Wie kann ich ein Medientraining bei Tom Buschardt anfragen?

Für eine erste Einschätzung reichen wenige Angaben:

Wer soll trainiert werden? Welche Funktion hat die Person? Gibt es einen konkreten Anlass? Welche Kommunikationssituationen sollen vorbereitet werden? Und in welchem Zeitraum soll das Training stattfinden?

Auf dieser Grundlage können wir besprechen, welches Format sinnvoll ist.

Anfragen zu Medientraining, Interviewtraining, Executive Coaching, Kommunikationstraining und Krisenkommunikation können direkt über die auf dieser Website angegebenen Kontaktdaten gestellt werden.

Und wenn Sie noch nicht genau wissen, welches Training Sie brauchen, ist das kein Problem.

Genau dafür gibt es ein erstes Gespräch.

Social Media

Mailen. Anrufen. Vernetzen.

TOM BUSCHARDT
training@buschardt.de
Tel: +49(0)2234-96771-55
Maybachstraße 1 ● 50259 Pulheim (bei Köln)

Schnelles

Feedback

garantiert